08.11.2017

Linux FAQs

System mit ReiserFS mit Loadlin starten
Passwort vergessen / ändern
Linux vom Windows Bootmanager aus starten
Mounten von WindowsXP Laufwerken unter Linux
Trebuchet-Frontdateien (TTF) unter Linux installieren
Fehlermeldungen während der Installation von Programmen unter KDE3
QT-Version Installieren
Benutzer anlegen, der sich nicht am Rechner anmelden kann
Debian Minimalinstallation und weitere Packete einspielen
Debian sources.list anpassen
Problem bei der Verbindung zu manchen Web-Servern
Firefox neue Instanzen immer im TAB öffnen
Mozilla Java PlugIn installieren
Plugdev Zugriffsproblem
Maus neustarten
Soundausgabe nach Standby nicht möglich


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System mit ReiserFS mit Loadlin starten

Symptom:
Sie haben Ihre Rootpartition mit reiserfs formatiert. Das installierte System läßt sich nun nach der Installation nicht booten. Stattdessen erscheint eine Fehlermeldung ähnlich wie diese
Kernel panic: VFS: Unable to mount root fs on 03:03
Vorgehen:
Booten Sie Ihr installiertes System mithilfe der Installations-CD und loggen Sie sich als superuser root ein. Mounten Sie Ihre Windows-Partition und kopieren Sie aus dem Verzeichnis /boot die Datei initrd in das loadlin-Verzeichnis, z. B. mit einem Befehl ähnlich diesem (die Pfadangaben bitte auf Ihr System abstimmen)

mount /windows/c
cp /boot/initrd /windows/c/loadlin

Parameter beim start von Loadlin eintragen "initrd=C:\Loadlin\initrd"
z.B:
loadlin zimage root=/dev/hdc2 initrd=C:\Loadlin\initrd mem=0x20000000 vga=3 lang=german
Modul Reiserfs muß unter /etc/rc.config eingetragen sein

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Passwort vergessen / ändern

Version: 1
Tomsrtbt Linux BootDisk laden, System von FloppyDisk booten, oder eine LiveCD z.B. Knoppix o.ä.

mkdir /hd
mount -t ext2 /dev/hda* /hd
vi /hd/etc/shadow
Zeile mit 'root' suchen und Eintrag zwischen ersten und zweiten ' : ' löschen
(I = Zeile berbeiten, ESC :x = Speicher der Datei, ESC :q! = ohne speichern verlassen)
sync
CD /
umount /dev/hda*
reboot

Anmeldung beim nächsten Neustart ist ohne Passwort, das Passwort muss dann wieder neu eingerichtet werden durch passwd username.

Version: 2
am Bootprompt von LILO oder Grub, das System mit den Parameter init=/bin/sh starten, dann das Rootfilesystem zum schreiben freigeben mount -n -o remount,rw / und das neue Passwort mittels passwd setzen. Dann das Rootfilesystem wieder auf Readonly setzen mittel mount -n -o remount,ro / und anschliessend neu booten.

einen zweiten Benutzer root anlegen
wieder muss man von einer LiveCD booten und die Partition mounten.

chroot /dev/hda?
useradd -u o admin

der neue User heist admin und hat die gleichen Rechte wie der User root.

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Linux vom Windows Bootmanager aus starten

1. LILO in der Linux Root-Partition (z.B. /dev/hdc2) installieren, nicht in den MBR!
Datei /etc/lilo.conf
# LILO Konfigurations-Datei
# Start LILO global Section
boot=/dev/hdc2 # Installationsziel
backup=/boot/boot.hdc2.980428 # Backup für vorigen Bootsek.
prompt
timeout=100 # Warten am Prompt: 10 s
vga = normal # force sane state
# End LILO global section
# Linux bootable partition config begins
image = /vmlinuz # default image to boot
root = /dev/hdc2 # Root-Partition hierher!
label = Linux
# Linux bootable partition config ende

2. Kopieren des Bootblockes einer Diskette oder einer Partition in die Datei bootsek.lin
dd if=/dev/fd0 bs=512 count=1 of=/HD/c/bootsek.lin
dd if=/dev/hdc2 bs=512 count=1 of=/HD/c/bootsek.lin

3. Eintrag in boot.ini auf Laufwerk C:
C:\bootsek.lin="Linux"

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Mounten von WindowsXP Laufwerken unter Linux

Beim mounten von Windows-Freigabe, bekommen man folgende Fehlermeldung: "session setup failed: ERRDOS - ERRnoaccess (Access denied.)". Benutzername und Kennwort wurden genau überprüft. Mit Windows 98 war das Mounten noch problemlos möglich.

mount -t smbfs -o username=<Name>,password=<pass> //<Windows-Rechner>/<Freigabe> /windows

einen unter Windows freigegebenen Ordner mounten, hier in das Linux-Verzeichnis "windows". Besagte Fehlermeldung taucht auf, wenn Windows die Authentifizierung nicht akzeptiert.
Seit Windows NT 4 gibt es den Registry-Schlüssel

[HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\Netlogon\Parameters]
"requiresignorseal"=dword:00000000

Seit Windows XP ist dieser Schlüssel nicht mehr standardmäßig mit dem Wert "0" versehen - also ausgeschaltet -, sondern mit dem Wert "1" aktiviert.
Der Eintrag bewirkt, dass Windows nur mit einer eigenen Verifizierung im Netzwerk angemeldet werden kann.
Da Microsoft aus Sicherheitsgründen den genauen Ablauf dieser Verifizierung geheim hält, kann Samba mit dieser Sicherheitsstufe nichts anfangen. Sie können also den Wert des Registry-Eintrags auf "0" setzen. Danach sollte die Anmeldung problemlos klappen. Beachten Sie, dass es bei einer Anmeldung im Netzwerk sowohl unter Windows als auch unter Linux auf die korrekte Groß- und Kleinschreibung ankommt.

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Trebuchet-Frontdateien (TTF) unter Linux installieren

Die Schriften müssen in das Verzeichnis /usr/share/fonts/default/TrueType kopiert werden, der Pfad muß in der xfs-Konfigurationsatei /usr/X11R6/lib/X11/fs/config eingetragen sein, wenn nicht muß der Eintrag dem Front-Verzeichnis hinzugefügt werden.
- Pakete installieren
apt-get install ttmkfdir msttcorefonts

in /etc/X11/XF86Config-4 noch eintragen
FontPath "/usr/lib/X11/fonts/TrueType"
TTF Fonts

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Fehlermeldungen während der Installation von Programmen unter KDE3

1: checking for KDE... configure: error:
in the prefix, you've chosen, are no kde headers installed. This will fail.
So, check this please and use another prefix!

./configure --prefix=/opt/kde3
2: checking for kde headers installed... configure: error: your system is not able to compile a small KDE application!
Check, if you installed the KDE header files correctly.

rm config.cache
export KDEDIR=/opt/kde3
export QTDIR=/usr/lib/qt-2.3.1
./configure --prefix=/opt/kde3

3: bei wirklich sturen configure-scripts hilft irgendwie nichts als das editieren desselben:
an passender stelle etwas in der art von
kde_appsdir="\$(prefix)/share/applnk"
kde_bindir="\$(prefix)/X11R6/bin"
kde_cgidir="\$(prefix)/lib/cgi-bin"
kde_confdir="\$(prefix)/etc/kde"
kde_datadir="\$(prefix)/share/apps"
einfügen.

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QT-Version Installieren

1. Variablen in etc/profile setzen siehe oben
2. QT-Version nach /usr/local/qt entpacken oder Linke setzen
2. "make linux-g++-shared" im qt Verzeichnis /usr/local/qt ausführen
3. make

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Benutzer anlegen, der sich nicht am Rechner anmelden kann

Für einen Mailserver kann es notwendig sein, Benutzer anzulegen, die sich nicht direkt am System anmelden können. Bei dem erstellen des Benutzers einfach "/bin/false" als Login-Shell zuweisen.

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Debian Minimalinstallation und weitere Packete einspielen

Von http://www.debian.org das Image von der Minimalinstallation herunterladen, Installieren und dann mit "dselect" weitere Pakete nachinstallieren.

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Debian sources.list anpassen

lokale Eintrag erzeugen
mkdir /Install/debs/
cd /Install
dpkg-scanpackages debs /dev/null | gzip > debs/Packages.gz
Eintrag sources.list "deb file:/Install debs/"

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Problem bei der Verbindung zu manchen Web-Servern

Nach dem Upgrade von v2.2 auf v2.4, kann man sich nicht mehr zu einigen Web-Servern connecten (connection refused)?

Die Ursache ist, daß in den derzeit aktuelleren 2.4 Kernel ECN (Explicit Congestion Notification, RFC 2481, aka the "Sally Floyd Bit") per default eingeschaltet ist. Leider kommt es nicht sehr selten vor, daß einzelne Sites von ahnunglosen Administratoren falsch konfiguriert sind, und davorgeschaltete Router/Firewalls naiverweise alle ICMP packets filtern, was zu dem Problem führt.

- Testen ob ECN auf dem System aktiv ist
cat /proc/sys/net/ipv4/tcp_ecn
wenn als Antwort eine "1" kommt, ist ECN aktiv
- Ein momentaner "Workaround" ist ECN zu disablen mit
# echo 0 > /proc/sys/net/ipv4/tcp_ecn
oder
# sysctl -w net.ipv4.conf.default.tcp_ecn=0
oder dauerhaft eintragen in /etc/sysctl.conf.

man kann auch die Option wieder aus dem Kernel entfernen. Unter "Networking options / IP: TCP Explicit Congestion Notification support" deaktivieren.

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Firefox neue Instanzen immer im TAB öffnen

in der Adresszeile about:config eingeben um die Seite der Konfigurationsoptionen aufzurufen, den Wert browser.tabs.showSingleWindowModePrefs auf true setzen, dann im Menü unter Extras/Einstellungen Erweitert - Links, die das Öffnen in markieren.

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Mozilla Java PlugIn installieren

/usr/lib/mozilla/plugins - Mozilla Plugin Verzeichnis
für die Java Unterstützung einen sym. Link erstellen und Java als Plugin zur Verfügung stellen

cd /usr/lib/mozilla/plugins; ln -s /usr/local/jre1.5.0_01/plugin/i386/ns7-gcc29/libjavaplugin_oji.s
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Plugdev Zugriffsproblem

Bei Problemen beim automatischen mounten, kann es helfen erst einmal zu kontrollieren ob es unter Debian die Gruppe "plugdev" gibt und ob der User in dieser Gruppe ist.

groupadd plugdev
gpasswd -a Benutzer plugdev

- die Regel dafür steht in der Date /etc/dbus-1/system.d/hal.conf

<policy group="plugdev">
  <allow send_interface="org.freedesktop.Hal.Device.Volume"/>
  <allow send_interface="org.freedesktop.Hal.Device.Volume.Crypto"/>
</policy>
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Maus neustarten

  1. Variante manueller restart
    modprobe -r psmouse
    modprobe psmouse proto=imps resetafter=1
  2. Variante beim Modulladen
    #/etc/modprobe.d/psmouse
    options proto=imps resetafter=1
  3. Variante Kernelparameter
    #/boot/grub/menu.list
    kernel ... psmouse.proto=imps psmouse.resetafter=1
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Soundausgabe nach Standby nicht möglich

keine Sound Ausgabe nach aufwachen des Rechners aus dem StandBy
folgende Dateien ergänzen:

/etc/default/acpi-support
STOP_SERVICE="alsa"

/etc/modprobe.d/snd-hda-intel.modeprobe und /etc/modprobe.d/alsa.base

options snd-hda-intel model=xxx

Welches Model im Rechner steckt, zeigt aplay -l

Karte 0: Intel [HDA Intel], Gerät 0: ALC260 Analog [ALC260 Analog]

wenn die Ausgabe so aussieht, ist das Model eine ALC260, so muss der Eintrag so erfolgen.

options snd-hda-intel model=ALC260